Bundesnetzagentur genehmigt Leitung zwischen Aach und Boffer­dange 

    Die Bundesnetzagentur hat am 27. Februar 2026 das Plan­feststellungs­verfahren für das Vorhaben 71 abgeschlossen. Mit diesem Beschluss erhält der Übertragungs­netz­betreiber Amprion die Genehmigung für den Bau und den Betrieb der Strom­leitung.

    Vorhaben71 (Landkreis Trier-Saarburg – Bundesgrenze zu Luxemburg)

    Die Bundesnetzagentur hat heute das Planfeststellungsverfahren zur Stromtrasse zwischen dem Landkreis Trier-Saarburg und der Bundesgrenze zu Luxemburg abgeschlossen. Sie hat in diesem Genehmigungsverfahren den Ersatzneubau von zwei 110-kV-Stromkreisen der Westnetz GmbH mitgenehmigt.

    Der Plan­feststellungs­beschluss wird am 16. März 2026 auf der entsprechenden Vorhaben­seiten von Vorhaben 71 veröffentlicht.

    Trassenverlauf zwischen zwischen Aach und Boffer­dange

    Die rund 11 Kilometer lange Leitung wird als 380-kV-Höchstspannungsfreileitung in unmittelbarer Nähe zur Bestandsleitung realisiert. Zusätzlich werden zwischen Punkt Aach und Punkt Sirzenich zwei 110-kV-Systeme der Westnetz GmbH mitgeführt. Die vorhandenen 110-kV- und 220-kV-Freileitungen werden nach Errichtung der neuen Freileitung rückgebaut. Durch die Mitnahme der 110-kV-Freileitung werden die Belastungen in der Region insgesamt gemindert.

     Die Trasse beginnt in Ralingen bei Aach und umgeht dabei den Ortsteil Hohen­sonne der Gemeinde Aach westlich. Nord­westlich der Gemeinde Sirzenich verlässt die 110-kV-Leitung die gemeinsame Trasse und verläuft weiter nach Südosten.  Die Trasse der 380-kV-Leitung verläuft südlich an Trier­weiler entlang und passiert die Ort­schaft Fusenich. Nördlich der Gemeinde Langsur trifft die Trasse auf die deutsch-luxemburgische Grenze am Fluss Sauer.

    Hintergrund des Vorhabens

    Das Vorhaben 71 erhöht die Übertragungskapazität zwischen Deutschland und Luxemburg und trägt zur Stabilität des europäischen Stromnetzes bei. Das Vorhaben wurde im Bundesbedarfsplangesetz 2021 als vordringliche Netzverstärkungsmaßnahme bestätigt. Auf eine Bundesfachplanung konnte deshalb verzichtet werden. Die Gesamtinbetriebnahme ist für 2028 geplant.

    Die Bundes­netz­agentur aktualisiert regelmäßig die Prognose zum Fortschritt des Stromnetzausbaus.

    H2Teilen

    Mastodon