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    Netzentwicklungsplan

    Die Über­tragungs­netz­betreiber berechnen den Ausbau­bedarf für die kommenden zehn bis 15 Jahre. Als Grund­lage dafür dient ihnen der Szenario­rahmen, den sie zuvor erstellt haben. Das Ergebnis ihrer Berechnungen ist der Netz­entwicklungs­plan Strom (NEP).

    Netzentwicklungsplan der Übertragungsnetzbetreiber

    Die Bundes­netz­agentur bestätigt den Netz­entwicklungs­plan. Das muss nicht im Ganzen passieren. Ausbau­maßnahmen, die sie nicht für notwendig hält, bestätigt sie nicht. Darüber hinaus hält die Bundes­netz­agentur mögliche Umwelt­belastungen in einem Umwelt­bericht fest. Bürger, Verbände und Behörden können sich beim NEP und der Umwelt­prüfung einbringen.

    Aktueller Netzentwicklungsplan 2021-2035

    Die Bundesnetz­agentur hat den Netz­entwicklungs­plan 2021-2035 am 14. Januar 2022 bestätigt. Sie hat dabei die meisten der von den Netz­betreibern beantragten Maßnahmen über­nommen. Ein Groß­teil davon ist als Verstärkung bereits bestehender Ver­bindungen geplant. Im Vergleich zum geltenden Bundes­bedarfs­plan umfasst der bestätigte NEP 2021-2035 in insgesamt 28 neuen leitungs­bezogenen Maßnahmen gut 1.000 zusätzliche Trassen­kilometer; hinzu kommen Verstärkungen bereits bestehender Verbindungen.

    Trotz innovativer Technik­ansätze und der Berück­sichtigung von Netz­optimierungs­maßnahmen (wie dem sogenannten Frei­leitungs­monitoring) ist der zusätzliche Netz­ausbau erforderlich. Zur Vermeidung eines breiten Ausbaus in der Fläche hat die Bundes­netz­agentur auch zwei weitere Verbindungen zur Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) bestätigt zwischen Niedersachsen und Hessen sowie zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

    Offshore-Anbindungssysteme

    Der NEP 2021-2035 ermittelt nach den Vorgaben des Flächen­entwicklungs­plans (FEP) auch die Offshore-Anbindungs­systeme ein­schließlich der jeweiligen Inbetrieb­nahmejahre und land­seitigen Netz­verknüpfungs­punkte. Für die Anbindung von Offshore-Windparks werden im Vergleich zu den bisherigen Planungen elf weitere Anbindungs­systeme in Nord- und Ostsee bis zum Jahr 2040 als erforderlich bestätigt. Damit soll das gesetz­liche Ziel erreicht werden, bis zum Jahr 2040 Offshore-Windparks mit insgesamt 40 GW an das Über­tragungs­netz anzuschließen. Zukünftig werden sich die Ausbau­ziele erhöhen, sodass weitere Anbindungs­systeme hinzu­kommen werden.

    Ablauf des Verfahrens

    Grundlage des NEP 2021-2035 war der von der Bundes­netz­agentur genehmigte Szenariorahmen 2021-2035. Auf dieser Basis hatten die Über­tragungs­netz­betreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW einen ersten Entwurf des Netz­entwicklungs­plans erarbeitet und am 29. Januar 2021 veröffent­licht. Interessierte konnten ihn bis zum 5. März 2021 kommentieren. Daraufhin haben die Netzbetreiber einen zweiten Entwurf erstellt, in den Anregungen aus der Öffentlichkeits­beteiligung eingeflossen sind. Weitere Infor­mationen dazu und die NEP-Entwürfe der Über­tragungs­netz­betreiber finden Sie auf deren gemein­samer Website www.netzentwicklungsplan.de.

    Öffentlichkeitsbeteiligung und Informationstage

    Am 26. April 2021 legten die Netz­betreiber den über­arbeiteten Entwurf des NEP 2021-2035 der Bundes­netz­agentur vor. Diese hat am 9. August 2021 ihre vorläufigen Prüfungs­ergebnisse veröffentlicht und die betroffenen Behörden sowie die Öffent­lichkeit beteiligt. Die Entwürfe des NEP und des Umwelt­berichts sowie die vorläufigen Prüfungs­ergebnisse lagen bis zum 20. September 2021 am Standort der Bundes­netz­agentur in Bonn sowie im Internet aus. Bis zum 20. Oktober 2021 konnten alle Interessierten dazu Stellung nehmen. Die ein­gegangenen Stellung­nahmen hat die Bundes­netz­agentur bei ihrer weiteren Prüfung berücksichtigt, bevor sie den NEP am 14. Januar 2022 bestätigt hat.

    Auch in diesem Durch­gang hat die Bundes­netz­agentur wieder Informations­veranstaltungen zur Bedarfs­ermittlung durch­geführt. Diese fanden wegen der Corona-Pandemie in Form von zwei Web-Konferenzen statt. Ziel war es, einen möglichst breiten Dialog mit der Öffent­lichkeit zu führen über die Notwen­digkeit des Stromnetz­ausbaus.

    Stellungnahmen zum Netzentwicklungsplan und zum Umweltbericht

    Die Bundes­netz­agentur hat rund 300 Stellung­nahmen zu den Entwürfen des NEP 2021-2035 und des Umwelt­berichts erhalten. Veröffentlicht sind Stellung­nahmen von Behörden, Ministerien und Parteien, sofern diese einer Publikation nicht wider­sprochen haben. Sonstige Stellung­nahmen sind nur veröffentlicht, wenn ihre Verfasser im Online­formular einer voll­ständigen Ver­öffentlichung aus­drücklich zugestimmt haben.

    Ältere Netzentwicklungspläne

    Die vorherigen Netzentwicklungspläne, deren Entwürfe und weitere Dokumente können Sie im Archiv herunterladen.

    Weitere Informationen

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