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    Ausbaubedarf ermitteln
    Netzentwicklungsplan
    Bundesbedarfsplan

    Netzentwicklungsplan

    Die Übertragungsnetzbetreiber berechnen den Ausbaubedarf für die kommenden zehn bis 15 Jahre. Als Grundlage dafür dient ihnen der Szenariorahmen, den sie zuvor erstellt haben. Das Ergebnis ihrer Berechnungen ist der Netzentwicklungsplan.

    Netzentwicklungsplan der Übertragungsnetzbetreiber

    Die Bundesnetzagentur bestätigt den Netzentwicklungsplan. Das muss nicht im Ganzen passieren. Ausbaumaßnahmen, die sie nicht für notwendig hält, bestätigt sie nicht. Darüber hinaus hält die Bundesnetzagentur mögliche Umweltbelastungen in einem Umweltbericht fest. Bürger, Verbände und Behörden können sich beim Netzentwicklungsplan und der Umweltprüfung einbringen.

    Netzentwicklungsplan 2021-2035

    Die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben am 29. Januar 2021 den ersten Entwurf ihres Netzentwicklungs­plans 2021-2035 veröffentlicht. Interessierte können ihn unter www.netzentwicklungsplan.de herunterladen und bis zum 5. März 2021 kommentieren. (Die ursprünglich bis zum 28. Februar laufende Frist haben die Netzbetreiber zwischenzeitlich verlängert.) Nach Auswertung der Stellungnahmen werden die Netzbetreiber den Plan überarbeiten und den zweiten Entwurf bei der Bundes­netzagentur einreichen, die den NEP prüft und erneut die Öffentlichkeit beteiligt. Parallel arbeitet die Bundes­netzagentur an der Festlegung des Untersuchungs­rahmens für die Strategische Umwelt­prüfung (SUP). Zuvor hatte sie bereits den Szenariorahmen 2021-2035 genehmigt.

    Netzentwicklungsplan 2019-2030

    Die Übertragungsnetzbetreiber haben den Netzentwicklungsplan des sechsten Durchgangs im Jahr 2019 vorgelegt. Übertragungsnetzbetreiber und Bundesnetzagentur haben den Plan mit der Öffentlichkeit diskutiert. Anschließend hat die Bundesnetzagentur den Netzentwicklungsplan bestätigt. Im März 2020 hat die Bundesnetzagentur die Ergebnisse der dazugehörigen Strategischen Umweltprüfung veröffentlicht.
    Die Bundesregierung will den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf 65 Prozent erhöhen. Dieses Ziel lag dem aktuellen NEP-Entwurf erstmals zugrunde.

    Teilnehmer vor Übersichts-Poster zum Netzentwicklungsplan

    Ausbau-Maßnahmen

    Die Bundesnetzagentur hat insgesamt 114 Maßnahmen bestätigt. Der Netzentwicklungsplan Strom 2019-2030 umfasst damit im Vergleich zum geltenden Bundesbedarfsplan knapp 3.600 zusätzliche Trassenkilometer. Ein Großteil davon ist als Verstärkung bereits bestehender Verbindungen geplant.
    Trotz innovativer Technikansätze und der Berücksichtigung von Netzoptimierungsmaßnahmen (wie dem sogenannten Freileitungsmonitoring) ist der zusätzliche Netzausbau erforderlich. Nur so kann das Ziel der Bundesregierung erreicht werden.

    Offshore-Anbindungssysteme

    Der NEP 2019-2030 beinhaltet erstmalig die Planung der Offshore-Anbindungssysteme und ersetzt damit den bisherigen Offshore-Netzentwicklungsplan (O-NEP). Dabei legt er die Fest-legungen des Flächenentwicklungsplans (FEP) zugrunde. Der NEP ermittelt nach den Vorgaben des FEP die erforderlichen Offshore-Anbindungssysteme einschließlich der jeweiligen Inbetriebnahmejahre und landseitigen Netzverknüpfungspunkte.
    Je nach Szenario sind zwischen sieben und acht weitere Anbindungssysteme in Nord- und Ostsee bis zum Jahr 2030 vorgesehen. Die gelten als erforderlich für die Anbindung von Offshore-Windparks. Das Ziel, bis zum Jahr 2030 Offshorewindparks von 20 GW anzubinden, wird damit ermöglicht.

    Stellungnahmen zum NEP 2019-2030

    Die Bundesnetzagentur hat mehr als 800 Stellungnahmen zu den Entwürfen des Netzentwicklungsplans Strom 2019-2030 und des Umweltberichts erhalten. Veröffentlicht werden Stellungnahmen, deren Verfasser ausdrücklich und uneingeschränkt einer Veröffentlichung zugestimmt haben. Außerdem werden sämtliche Stellungnahmen von Behörden, Ministerien und Parteien veröffentlicht, sofern diese einer Veröffentlichung nicht widersprochen haben.

    Die vorherigen Netzentwicklungspläne, Entwürfe und weitere Dokumente können Sie im Archiv herunterladen.

    Weitere Informationen

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