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    Umweltbericht

    Die Ausbaumaßnahmen aus dem Netz­entwicklungs­plan bringen in der Umsetzung Auswirkungen auf die Umwelt mit sich. Welche Umwelt­belastungen das sein können, das hält die Bundes­netzagentur in einem Umwelt­bericht fest. Der dokumentiert das Ergebnis einer Strategischen Umwelt­prüfung.

    Teilnehmerin einer Veranstaltung betrachtet Poster zum Umweltbericht

    Zur Vorbe­reitung eines Bundes­bedarfs­plans führt die Bundes­netzagentur eine Strategische Umwelt­prüfung (SUP) durch. Darin werden während der Erstellung des Netz­entwicklungs­plans (NEP) die Maßnahmen des zweiten Entwurfs geprüft. In der SUP werden die voraussicht­lichen Umwelt­auswir­kungen dieser Maßnahmen ermittelt, beschrieben und bewertet.

    Die SUP beginnt mit der Fest­legung des Unter­suchungs­rahmens. Der legt fest, welchen Umfang und Detaillierungs­grad die SUP aufweisen muss. Außerdem gibt er die Methode der Prüfung vor. Mit dieser Methode erstellt die Bundes­netzagentur den Entwurf des Umwelt­berichts. An der Fest­legung des Untersuchungs­rahmens beteiligt die Bundes­netzagentur Behörden, deren umwelt- und gesund­heits­bezogener Aufgaben­bereich durch den Bundes­bedarfs­plan berührt wird.

    Umweltbericht zur Bedarfsermittlung 2021-2035

    Im Entwurf des Umwelt­berichts ermittelt, beschreibt und bewertet die Bundes­netz­agentur die voraussicht­lichen Umwelt­auswir­kungen der Netzaus­bauprojekte. Die Bewertungs­methode wurde bereits zum letzten Durchgang weiterentwickelt und berück­sichtigt seither, ob es sich um eine Netz­verstärkung oder einen Neubau handelt. Im Umweltbericht werden auch Alter­nativen zu einzelnen Maßnahmen bewertet und miteinander verglichen.
    In diesem Jahr wurden 101 Maß­nahmen geprüft. Davon sind 76 Frei­leitungen, acht Erdkabel und 17 Seekabel/Erdkabel. Zu 21 dieser Maß­nahmen lagen Angaben für räum­liche Alter­nativen vor. Sie wurden mit den Vorschlags­varianten der Über­tragungsnetz­betreiber verglichen. Die Methode, mit der die Bundes­netz­agentur die Strate­gische Umwelt­prüfung durchführt, wurde vorab zur Konsul­tation gestellt und von der Bundes­netz­agentur in einem Untersuchungs­rahmen festge­legt. Die Methode ist im Umwelt­bericht kurz erläutert, wird in einem kurzen Video vorgestellt und kann im Dokument im Kasten weiter unten im Detail nachge­lesen werden.

    Entwurf des Umweltberichts: Ergebnisse im Überblick

    Die SUP kommt zu dem Ergebnis, dass rund 57 Prozent der 101 geprüften Maß­nahmen geringe oder sehr geringe Auswir­kungen auf die Schutz­güter erwarten lassen. Hierbei handelt es sich über­wiegend um Maß­nahmen der Netzver­stärkung durch Zu- oder Umbesei­lungen. Auch kürzere Neubauten in bestehender Trasse von Frei­leitungen zählen dazu. Bei gut einem Viertel der Maß­nahmen werden mit Blick auf die ermittelten Konflikt­risiken hohe oder sehr hohe Umwelt­auswirkungen erwartet. Dies betrifft insbe­sondere längere Neubau­maßnahmen, sechs der sieben betrachteten HGÜ-Vorhaben mit Erdkabel­vorrang und die Offshore-Anbindungs­leitungen in der Nord- und Ostsee, die die Schutz­gebiete entlang der Küsten queren.
    Umwelt­fachlich wurde in diesem Durch­gang Szenario C 2035 als Gesamt­plan betrachtet. In diesem sind alle Maß­nahmen der Szenarien A 2035 und B 2035 enthalten. Wegen der geringen Unter­schiede zwischen den Netzen der Szenarien wurde auf eine detaillierte Dar­stellung der Szenarien A 2035, B 2035 und C 2035 als alter­native Gesamt­pläne in diesem Durch­gang verzichtet.

    Öffentlichkeitsbeteiligung

    Die Entwürfe des Umwelt­berichts und des Netz­entwicklungs­plans sowie die vorläufigen Prüfungsergebnisse wurden vom 9. August bis 20. Oktober 2021 zur Konsul­tation gestellt. Die eingegan­genen Stellung­nahmen hat die Bundes­netz­agentur bei ihrer Prüfung berück­sichtigt, bevor sie den Netzent­wicklungs­plan am 14. Januar 2022 bestätigt hat.
    Der Umwelt­bericht wird derzeit über­arbeitet. Dabei wird er an den aktuellen Verfahrens­stand angepasst. Außerdem werden dabei die Stellung­nahmen aus der Konsul­tation berück­sichtigt. Gegen­stand der Strate­gischen Umwelt­prüfung sind die bestätigten Maß­nahmen des Netzent­wicklungs­plans, die sich für die Aufnahme in den Bundes­bedarfs­plan eignen.
    Die Veröffent­lichung des Umwelt­berichts zum Bundes­bedarfsplan sowie der eingegan­genen Konsul­tations­beiträge (sofern die Beteili­gten dem zuge­stimmt haben) ist für die erste Jahreshälfte 2022 geplant.

    Informationstage

    Auch in diesem Jahr hat die Bundes­netzagentur wieder Infor­mations­veran­staltungen zur Bedarfs­ermittlung durch­geführt, um einen möglichst breiten Dialog mit der Öffent­lichkeit über die Frage der Notwen­digkeit des Strom­netzausbaus zu führen.

    Wie die Bundes­netz­agentur bei der Strate­gischen Umwelt­prüfung vorgeht, erklärt unser neues Video.

    Die vorherigen Umwelt­berichte, Entwürfe und Gutachten können Sie im Archiv herunterladen.

    Weitere Informationen

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