Bundesbedarfsplan (2013)

Das Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) von 2013 bildete den Abschluss der ersten Bedarfsermittlung. Es trat am 27. Juli 2013 in Kraft. Der Gesetzgeber berück­sichtigte darin alle 51 Neubau- und Verstärkungs­maßnahmen des bestätigten ersten Netz­entwicklungs­plans Strom (NEP 2022).

Der erste Bundesbedarfsplan fasste diese Maßnahmen zu 36 Vorhaben mit jeweils gemeinsamem energie­wirt­schaft­lichen Zweck zusammen. 16 davon waren als länderübergreifend oder grenzüberschreitend gekenn­zeichnet. Für diese Vorhaben konnten die jeweils zu­ständigen Übertragungsnetz­betreiber erstmals Anträge auf Bundesfachplanung stellen, für deren Bearbeitung die Bundesnetzagentur zu­ständig war. Alle anderen Vor­haben verblieben in Zuständig­keit der Länder.

Pilotprojekte für neue Techniken

Darüber hinaus kennzeichnete der Bundesbedarfsplan in der Fassung von 2013 auch die Vorhaben, die als Pilot­projekte für den Einsatz neuer Techniken dienten. Zwei Vorhaben waren dabei als Pilotprojekte für Erdkabel vorgesehen, ein weiteres für den Einsatz von Hoch­temperatur­leiterseilen. Ein zentraler Bestandteil des ersten Bundesbedarfsplan­gesetzes war die geplante Erprobung der Hochspannungs-Gleichstrom-Über­tragung (HGÜ). Diese Technik sollte bei den acht Vor­haben zum Einsatz kommen, die die Kennzeichnung als »Pilotprojekt für verlustarme Über­tragung hoher Leistungen über große Entfernungen« erhalten hatten.

Überarbeitung des Bundesbedarfsplans

Die erste Fassung des BBPlG galt mit kleineren Änderun­gen bis zum 30. Dezember 2015. Im Zuge der Bedarfs­ermittlung für das Zieljahr 2024 wurde es dann grund­legend überarbeitet. Die neue Fassung des Gesetzes ist am 31. Dezember 2015 in Kraft getreten.