Szenariorahmen 2023

Im Juli 2012 haben die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) den Entwurf ihres zweiten Szenariorahmens vorgelegt. Er beschreibt, wie sich die installierten Kapazitäten der erneuerbaren Energien und der konventionellen Kraftwerke sowie der Stromverbrauch bis zu den Jahren 2023 beziehungsweise 2033 wahrscheinlich entwickeln werden.

Der Szenariorahmen 2023 führte den Szenariorahmen 2022 fort. Das grund­sätzliche Vorgehen zur Erstellung der Szenarien wurde dabei beibehalten. Im Vergleich zum Vorjahr wurden jedoch einige Verbesserungen erreicht. Gründe dafür waren sowohl eine umfangreichere Daten­basis im Bereich der konventionellen Kraftwerke als auch die Erfahrungen, die im NEP-Prozess des Jahres 2012 gemacht wurden. Insbesondere konnten in großer Anzahl dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen mit geringer Leistung erfasst werden.

Insgesamt ging die bundesweit installierte Leistung konventioneller Kraftwerke in allen drei Szenarien zurück. Dies ist zumindest teilweise auch durch den Ausstieg aus der Kernenergie im Jahr 2022 bedingt. Andererseits wurden für das Jahr 2023 im Vergleich zu den bisherigen Werten ein hoher Zuwachs für Photovoltaik in Höhe von 7,1 GW und ein moderater Zuwachs für Wind (Land) von 2 GW erwartet. Dabei wurde die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in Bezug auf die Fördergrenze von 52 GW bei Photovoltaikanlagen berücksichtigt. Das Szenario C enthält den ehrgeizigsten Ausbau erneuerbarer Energien.

Die Ergebnisse des Szenariorahmens flossen in den Netzentwicklungsplan (NEP) Strom 2023 ein, mit dem der notwendige Netzausbau bis zum Jahr 2023 beziehungs­weise 2033 festgestellt wurde.

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Die Genehmigung wurde ursprünglich unter dem Titel »Szenariorahmen 2011« veröffentlicht. Mehr zum Hinter­grund der Umbenennung finden Sie in den FAQ. Den Entwurf des Szenariorahmens finden Sie im Archiv.

Zeitleiste

17. Juli 2012

Die Übertragungsnetzbetreiber legen der Bundes­netz­agentur den ersten Entwurf des Szenariorahmens vor.

20. Juli – 30. August 2012

Der Entwurf des Szenariorahmens wird von der Bundes­netzagentur veröffentlicht und konsultiert.

8. Oktober 2012

Die abgegebenen Stellungnahmen werden von den Konsultationsteilnehmern, Vertretern der Bundesländer und den Übertragungsnetzbetreiber während eines Workshops diskutiert.

30. November 2012

Die Bundesnetzagentur genehmigt den Szenariorahmen unter Berücksichtigung der Stellungnahmen.