Netzentwicklungsplan 2019-2030 und Umweltbericht

Die Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben am 4. Februar 2019 den ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom (NEP) für die Zieljahre 2030 und 2035 veröffentlicht.

Netzentwicklungsplan

Der Entwurf des aktuellen Netzentwicklungsplans Strom listet Maßnahmen auf, die aus Sicht der vier Über­tragungs­netz­betreiber (ÜNB) zur bedarfs­gerechten Opti­mie­rung, zur Verstärkung und zum Ausbau des Strom­netzes bis zu den Zieljahren 2030 und 2035 notwendig sind. Sie können die Entwürfe auf der gemeinsamen Website der Übertragungs­netz­betreiber herunterladen.

Strategische Umweltprüfung

Die Bundesnetza­gentur führt zur Vorbereitung eines Bundes­bedarfs­plans erneut eine Strate­gische Umwelt­prüfung durch. Sie hat zu Beginn der Umwelt­prüfung einen Untersuchungs­rahmen entworfen.

Der Entwurf enthält unter anderem Informationen zum Umfang und Detaillierungs­grad der Angaben, die in den späteren Umweltbericht auf­zunehmen sind (sogenanntes Scoping, § 39 UVPG).

Methodik überarbeitet

In den vergangenen Durchgängen wurde die Methodik der Strategischen Umwelt­prüfung zum Bundes­bedarfs­plan im Wesentlichen beibehalten und nur graduell angepasst. Anfang 2018 hat die Bundesnetzagentur damit begonnen, die Methodik für den anstehenden Durchlauf der Bedarfsermittlung mit gutachterlicher Unter­stützung grundlegend zu überarbeiten. Die Veränderungen zielen vor allem darauf ab, den Vergleich zwischen alternativen Maßnahmen zu verbessern, die von den Übertragungs­netz­betreibern (ÜNB) in den Netzentwicklungsplänen vorgeschlagen werden. Sie sollen eine verlässlichere Prognose über die zu erwartenden Umwelt­auswirkungen ermöglichen.

Änderungen ergeben sich im vorliegenden Entwurf des Untersuchungsrahmens unter anderem hinsichtlich

  • der Untersuchungsräume, in denen Umwelt­auswirkungen betrachtet werden sollen,
  • der Abbildung von Umweltzielen über Flächen­kategorien,
  • einer Berücksichtigung unterschiedlicher Ausbau­formen, die von den ÜNB im Netzentwicklungsplan Strom angeben werden,
  • einer Betrachtung der in den Untersuchungsräumen vorkommenden Vorbelastungen und Umwelt­probleme sowie
  • einer Berücksichtigung der Wechselwirkung zwischen den Umweltschutzgütern sowie des neuen Schutzguts Fläche.

Öffentlichkeitsbeteiligung

An der Festlegung des Untersuchungsrahmens wurden unter anderem Behörden beteiligt, deren umwelt- und gesundheits­bezogener Aufgabenbereich durch den Bundesbedarfsplan berührt werden könnte. Über den Kreis dieser Behörden hinaus hatte die Bundes­netz­agentur weitere Interessierte dazu eingeladen, sich mit einer Stellung­nahme zu beteiligen. Nach Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen wird der Entwurf über­arbeitet und anschließend der Unter­suchungs­rahmen festgelegt.

Es ist beabsichtigt, im Anschluss an die Konsultation die Stellungnahmen von Behörden online zu veröffentlichen.

Methodenkonferenz

Zur Erläuterung und Diskussion der methodischen Änderungen hatte die Bundes­netzagentur die interessierte Öffentlichkeit für den 16. Oktober 2018 zu einer Methoden­konferenz eingeladen. Die Präsentationen der Veranstaltung stehen ab sofort zum Download bereit.

Zeitleiste

4. Februar – 4. März 2019

Die Übertragungs­netzbetreiber 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW ver­öffentlichen auf Basis des Szenariorahmens 2019–2030 den ersten Entwurf des Netz­entwicklungs­plans Strom 2030 und konsultieren die Öffentlichkeit.