BBPlG, Vorhaben 1: Emden Ost – Osterath (A-Nord)
Abschnitt D: Raum Borken/Schermbeck – Osterath

Der Abschnitt zwischen dem Raum Borken/Schermbeck und dem Netz­verknüpfungs­punkt Osterath (beides in Nordrhein-Westfalen) ist Teil des Vorhabens 1 und bildet dessen südlichen Abschluss.

Steckbrief

Vorhabenträger:Amprion
verfahrens­führende Behörde:Bundesnetzagentur
Land:Nordrhein-Westfalen
technische Daten:Gleichstrom (2 GW), 380 kV
Typ:Neubau in neuer Trasse
Länge:etwa 103 km (Vorschlags­trassen­korridor)

möglicher Trassenverlauf des Abschnitts Raum Borken/Schermbeck – Osterath des BBPlG-Vorhabens 1

Streckenverlauf

Der von Amprion empfohlene Trassenkorridor verläuft vom Abschnittsbeginn zwischen Borken und Rhede in west­liche Richtung, passiert Bocholt südlich und quert südlich von Rees den Rhein. Ab hier führt der Strecken­verlauf in einem großen Bogen westlich an Xanten vorbei, wechselt in südliche Richtung, quert bei der Anschluss­stelle Sonsbeck die A 57 und passiert Geldern östlich. Er verläuft weiter in Richtung Kerken, quert die A 40 bei der Anschlussstelle Kempen in Parallel­führung mit der links­nieder­rheinischen Bahn­strecke und umgeht anschließend Kempen östlich des Stadtgebiets. Südlich von Kempen schwenkt der Korridor in südöstliche Richtung und quert bei Tönisvorst die Bahnstrecke Duisburg – Mönchen­gladbach. Nördlich von Willich knickt der Korridor in süd­östliche Richtung ab und erreicht zwischen Meerbusch und Kaarst den Netz­verknüpfungs­punkt Osterath.

Der Vorhabenträger hat für den Abschnitt mehrere Alter­nativen vorgelegt, die aus seiner Sicht infrage kommen. Eine Alternative beginnt am Übergabepunkt der Alter­native zum Vor­schlags­korridor zu Abschnitt C (nördlich von Drevenack), quert die A 3, die Lippe und den Wesel-Datteln-Kanal und knickt anschließend in west­liche Richtung. Sie passiert Wesel im Süden und quert zwischen Wesel und Rhein­berg den Rhein. In diesem Raum sieht der Vorhaben­träger mehrere klein­räumige Alternativen vor. Anschließend verläuft die Alternative weiter in südwestliche Richtung nördwestlich an Kamp-Lintfort vorbei, quert bei Kerken den empfohlenen Trassenkorridor, passiert Kempen westlich und knüpft westlich von Tönisvorst wieder an den empfohlenen Trassenkorridor an. Unmittelbar dort schließt sich eine weitere Alternative in süd­östliche Richtung an. Sie verläuft zwischen Schiefbahn und Willich in östliche Richtung und erreicht zwischen Meerbusch und Kaarst den Netz­verknüpfungs­punkt Osterath. Zwischen Willich und Neuss hat der Vorhaben­träger zudem Alternativen westlich des empfohlenen Trassenkorridors für den Anschluss potenzieller Konverter­standorte vorgelegt.

Eine zweite großräumige Alternative beginnt westlich von Schermbeck und quert östlich von Hünxe die Lippe. Über einen Verlauf nordwestlich von Dinslaken erreicht sie im Bereich der Emschermündung den Rhein. Der weitere Verlauf westlich des Rheins führt zwischen Kamp-Lint­fort, Moers und Neukirchen-Vluyn hindurch. Nord­west­lich von Krefeld-Hüls trifft diese Alternative wieder auf den empfohlenen Trassenkorridor.

Stand: 7. Oktober 2020