BBPlG, Vorhaben 1: Emden Ost – Osterath (A-Nord)
Abschnitt D: Raum Borken/Schermbeck – Osterath

Der Abschnitt zwischen dem Raum Borken/Schermbeck und dem Netz­verknüpfungs­punkt Osterath (beides in Nordrhein-Westfalen) ist Teil des Vorhabens 1 und bildet dessen südlichen Abschluss.

Steckbrief

zuständiger Vorhabenträger:Amprion
Land:Nordrhein-Westfalen (NW)
verfahrens­führende Behörde:Bundesnetzagentur
Technik:Gleichstrom (2 GW)
Spannung:320 bis 525 kV
Typ:Neubau in neuer Trasse
gesetzliche Grundlage:BBPlG
Trassen­länge des Ab­schnitts:etwa 103 km (VTK)
Inbetrieb­nahme des Ab­schnitts:geplant für 2025

möglicher Trassenverlauf des Abschnitts Raum Borken/Schermbeck – Osterath des BBPlG-Vorhabens 1; eine detaillierte Darstellung finden Sie in den Antragsunterlagen

Streckenverlauf

Der von Amprion vorgeschlagene Trassenkorridor verläuft vom Abschnittsbeginn zwischen Borken und Rhede in west­liche Richtung, passiert Bocholt südlich und quert südlich von Rees den Rhein. Der Korridor schwenkt westlich von Xanten in südliche Richtung, quert bei der Anschlussstelle Sonsbeck die A 57 und passiert dann Geldern östlich. Er verläuft weiter in Richtung Kerken, quert die A 40 bei der Anschlussstelle Kempen in Parallel­führung mit der links­nieder­rheinischen Bahn­strecke und umgeht anschließend Kempen westlich des Stadtgebiets. Südlich von Kempen schwenkt der Korridor in südöstliche Richtung und quert bei Tönisvorst die Bahnstrecke Duisburg – Mönchengladbach. Nördlich von Willich knickt der Korridor in südöstliche Richtung ab und erreicht zwischen Meerbusch und Kaarst den Netz­verknüpfungs­punkt Osterath.

Der Vorhabenträger hat für den Abschnitt mehrere Alternativen vorgelegt, die aus seiner Sicht infrage kommen. Eine Alternative beginnt am Übergabepunkt der Alternative zum Vor­schlags­korridor zu Abschnitt C zwischen der A-3-Anschluss­stelle Wesel und Scherm­beck, quert dann die A 3, die Lippe und den Wesel-Datteln-Kanal und knickt anschließend in westliche Richtung. Sie passiert Wesel im Süden und quert zwischen Wesel und Rhein­berg den Rhein, wobei der Vorhaben­träger in diesem Raum mehrere kleinräumige Alternativen vor­geschlagen hat. Anschließend verläuft sie weiter in südwestliche Richtung und trifft nördlich von Kerken auf den Vor­schlags­korridor. Eine weitere Alternative zweigt nördlich von Kerken vom Vorschlags­korridor in süd­östliche Richtung ab, passiert Kempen östlich und knüpft westlich von Tönisvorst wieder an den Vorschlags­korridor an. Von diesem Verknüpfungs­punkt mit dem Vorschlags­korridor zweigt eine weitere Alternative in südöstliche Richtung ab, verläuft zwischen Schiefbahn und Willich weiter in östliche Richtung und erreicht zwischen Meerbusch und Kaarst den Netz­verknüpfungs­punkt Osterath. Zwischen Willich und Neuss hat der Vorhaben­träger zudem Alternativen für den Anschluss potenzieller Konverter­standorte vorgelegt.

Die Bundesnetzagentur hat Amprion mit dem Untersuchungs­rahmen vom 25. September 2018 auf­gegeben, neben diesen Alternativen sämtliche weiteren Trassenkorridor­segmente aus dem Antrag auf Bundes­fachplanung weiter zu untersuchen.

Stand: 30. September 2018