BBPlG, Vorhaben 2: Osterath – Philippsburg (Ultranet)
Abschnitt D: Weißenthurm – Riedstadt

Die Bundesnetzagentur führt eine Nachbeteiligung zu verschiedenen Alternativen und Trassenkorridoranpassungen durch.

Verlauf der Bundesfachplanung

Akteur: Vorhabenträger Antrag auf Bundesfachplanung (§ 6 NABEG)

Der Vorhabenträger Amprion hat am 29. Oktober 2015 bei der Bundes­netzagentur einen Antrag auf Bundes­fach­planung für den Abschnitt zwischen Weißenthurm und Riedstadt eingereicht. Er schlug darin einen Trassen­korridor vor, durch den die spätere Trasse verlaufen könnte. Der genaue Trassen­verlauf und die Maststandorte werden in einem späteren Verfahrensschritt (Planfest­stellung) bestimmt.

Für einen ersten Überblick bietet Amprion zusätzlich eine allgemein verständliche Zusammenfassung an. Diese ist nicht Teil des Antrages.

Akteur: Öffentlichkeit Antragskonferenz (§ 7 NABEG)

Die Antragskonferenz für den Abschnitt fand am 23. Februar 2016 in Mainz statt. Teilnehmen konnten die Träger öffentlicher Belange, anerkannte Vereini­gungen sowie die interessierte Öffent­lichkeit. Auf der Antrags­konferenz wurden Informa­tionen zur Umwelt- und Raum­verträg­lichkeit des im Antrag vorgeschlagenen Trassenkorridors und zu möglichen Alternativen gesammelt und erörtert. Ziel war es, zu be­stimmen, welche Unterlagen der Vorhaben­träger für die raum­ordnerische Beurteilung und für die Strategische Umwelt­prüfung nach § 8 NABEG vorlegen muss.

Akteur: Bundesnetzagentur Festlegung des Untersuchungsrahmens (§ 7 NABEG)

Mit Hilfe der Erkenntnisse aus der Antrags­konferenz und den ein­gegangenen schriftlichen Stellungnahmen hat die Bundes­netzagentur am 24. Juni 2016 den Untersuchungsrahmen festgelegt. Dieser bestimmt den Inhalt der Unter­lagen, die der Vorhaben­träger nach § 8 NABEG einzureichen hat.

Untersuchungsrahmen

Hinweis: Das hier verlinkte Dokument war in seiner ursprünglichen Fassung fehlerhaft und wurde am 18. Juli 2016 korrigiert.

Akteur: Vorhabenträger Unterlagen (§ 8 NABEG)

Im April 2018 hat Amprion die Unterlagen nach § 8 NABEG für diesen Ab­schnitt ein­gereicht.

Akteur: Öffentlichkeit Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung (§ 9 NABEG)

Die Unterlagen nach § 8 NABEG lagen vom 21. Juni bis zum 20. Juli 2018 öffentlich aus. Im Anschluss hatte die Öffentlichkeit noch bis zum 20. August 2018 die Möglich­keit, sich zu dem Vorhaben zu äußern und Ein­wendungen zu erheben.

Akteur: Einwender/Stellungnehmer Erörterungstermin (§ 10 NABEG)

Nach § 10 NABEG erörtert die Bundes­netzagentur mündlich die rechtzeitig erho­be­nen Einwendungen mit dem Vor­haben­träger und den Stellung­nehmern. Der nicht-öffentliche Erörterungstermin war vom 2. bis zum 6. September 2019 in Limburg.

Akteur: Öffentlichkeit Nachbeteiligung

Die Bundesnetzagentur hat im Sommer 2018 die Behörden- und Öffentlichkeits­beteiligung nach § 9 NABEG und im September 2019 den Erörterungs­termin gemäß § 10 NABEG durchgeführt. Die Beteiligten haben weitere Hinweise und Alternativ­vorschläge eingereicht, aus denen die Bundes­netzagentur Prüf­aufträge für den Vorhaben­träger abgeleitet hat.

Der Vorhaben­träger Amprion hat Unter­lagen für Alternativen in den Bereichen Idstein, Epp­stein und Niedern­hausen sowie für Trassen­korridor­anpassungen in den Bereichen Cram­berg, Hün­felden, Hün­stetten, Idstein, Epp­stein und Hof­heim erstellt. Diese sind für die raum­ordnerische Beurteilung und die SUP der Trassen­korridore erforderlich. Aufgrund der Corona-Pandemie erfolgt die Aus­legung der Unter­lagen gemäß § 3 Absatz 1 des Planungs­sicher­stellungs­gesetzes (PlanSiG) ausschieß­lich in elektro­nischer Form auf dieser Website. Weitere Informationen finden Sie in den beiden Bekanntmachungen.

Nutzen Sie unser Online-Formular für Ihre Stellungnahme!

Jede Person und anerkannte Umwelt­vereinigung, die in ihren satzungs­gemäßen Aufgaben berührt ist, kann sich zu den Alternativen und Trassen­korridor­anpassungen bis zum 2. November 2020 äußern. Für die Über­mittlung Ihrer Einwendungen nutzen Sie bitte vor­zugsweise das bereit­gestellte Onlineformular.

Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, nutzen Sie bitte die E-Mail-Adresse vorhaben2@bnetza.de. Alternativ können Sie Ihre Einwendung auch schriftlich an die Bundesnetzagentur richten: Bundes­netzagentur, Referat 801, Postfach 8001, 53105 Bonn (Betreff: Vorhaben 2, Abschnitt D).

Weiterer Ablauf

Nach der Beteiligungs­phase findet für die Nach­beteiligung bei Bedarf ein Erörterungs­termin statt, bei dem die vor­gebrachten Äußerungen erörtert werden. Erst danach wird über den Verlauf des Trassenkorridors entschieden.

Stand: 17. September 2020