BBPlG, Vorhaben 3: Brunsbüttel – Großgartach (SuedLink)
Abschnitt D: Gerstungen – Arnstein

Der Abschnitt zwischen Gerstungen (Thüringen) und Arnstein (Bayern) ist Teil des Vorhabens 3. Er könnte über weite Teile eine gemeinsame Stammstrecke mit dem Abschnitt D des Vorhabens 4 bilden.

Steckbrief

zuständige Vorhaben­träger:TenneT, TransnetBW
Länder:Thüringen (TH), Hessen (HE), Bayern (BY)
verfahrens­führende Behörde:Bundesnetzagentur
Technik:Gleichstrom (2 GW)
Spannung:320 oder 525 kV
Typ:Neubau in neuer Trasse
gesetzliche Grundlage:BBPlG
Trassenlänge des Abschnitts:etwa 136 km (VTK)
Inbetrieb­nahme des Abschnitts:geplant für 2025

möglicher Trassenverlauf der Abschnitts Gerstungen – Arnstein des BBPlG-Vorhabens 3; eine detaillierte Darstellung finden Sie in den Antragsunterlagen

Streckenverlauf

Der von den Vorhabenträgern vorgeschlagene Trassen­korridor beginnt zwischen Gerstungen und Eisenach nahe der Ortschaft Unterellen. Er verläuft dann in süd­licher und südöstlicher Richtung an Marksuhl vorbei und erreicht östlich Bad Salzungen das Tal der Werra, dem er am östlichen Rand folgt. Südlich Schwallungen quert er das Werratal und verläuft in südlicher Richtung durch den Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Nördlich Mellrich­stadt erreicht er die thüringisch-bayerische Landesgrenze und folgt dann der A 71 bis nördlich Poppen­hausen. Bei der Anschlussstelle Wasserlosen quert er die A 7 und führt weiter in süd­westliche Richtung zum Abschnitts­ende nordwestlich Arnstein.

Zu diesem Vorschlag liegen mehrere Alternativen vor. Vom Beginn des Abschnitts verläuft eine Alternative zunächst in süd­westliche Richtung bis in den Raum Philipps­thal (Werra). Dort teilt sie sich in eine östliche und eine westliche Alternative auf. Die östliche verläuft entlang des nord­östlichen Randes des Biosphären­reservates Rhön bis in den Raum Oepfershausen / Mehmels. Dort bestehen Verbindungen zum östlich gelegenen Vorschlagstrassen­korridor. Weiter verläuft die Alternative durch den Ostteil der Rhön, bis sie bei Neustadt an der Saale wieder auf den Vorschlags­trassen­korridor trifft. Die westliche Alternative quert bei Philippsthal die Landesgrenze zu Hessen und das Werra­tal, verläuft in westlicher Richtung in die Gemeinde Schenk­lengs­feld und schwenkt dann südlich in Richtung Fulda. Südlich von Fulda teilt sich der Korridor erneut in kleinräumige Alter­nativen, die aber jeweils nach kurzem Parallelverlauf wieder zusammengeführt werden. Süd­westlich Bad Brückenau wird die Landesgrenze zwischen Hessen und Bayern überquert. Zwischen Gemünden am Main und Hammelburg teilt sich der Korridor in einen westlichen Verlauf Richtung Großgartach und einen östlichen Abzweig zum südlichen End­punkt des Abschnitts bei Arnstein. Nördlich Karsbach teilt sich die Alternative in einen westlichen und einen östlichen Verlauf. Nördlich Eußenheim gibt es eine Quer­verbindung, mit der die Alternativen mit dem Raum Grafen­rheinfeld verbunden werden.

Stand: 18. September 2019