BBPlG, Vorhaben 4: Wilster – Grafenrheinfeld (SuedLink)
Abschnitt C: Bad Gandersheim / Seesen – Gerstungen

Die Bundesnetzagentur hat für den Abschnitt den Unter­suchungs­rahmen fest­gelegt und erwartet nun weitere Unterlagen von den Vorhabenträgern. Sie hat zudem nach sorgfältiger Prüfung entschieden, dass der Thüringer Alternativ­vorschlag im Genehmigungs­verfahren nicht weiter verfolgt wird. Es werden allerdings zwei alternative Trassenkorridor­vorschläge in das weitere Verfahren aufgenommen.

Klicken Sie auf die Grafik, um mehr über die fünf Schritte zu erfahren!Aktueller Stand: Das Vorhaben befindet sich im Bundesfachplanungsverfahren.

Verlauf der Bundesfachplanung

Akteur: Vorhabenträger Antrag auf Bundesfachplanung (§ 6 NABEG)

Die Vorhabenträger TenneT und TransnetBW haben für den Abschnitt am 24. März 2017 einen Antrag auf Bundes­fach­planung eingereicht. Sie schlagen darin einen Trassen­korridor vor, durch den die spätere Leitung ver­laufen könnte, sowie mehrere in Frage kommende Alterna­tiven. Der genaue Trassenverlauf wird in einem späteren Verfahrens­schritt (Plan­fest­stellung) bestimmt.

Akteur: Öffentlichkeit Antragskonferenzen (§ 7 NABEG)

Die Antragskonferenzen für den Abschnitt fanden 2017 am 30. Mai in Gotha, am 7. Juni in Osterode und am 8. Juni in Bad Hersfeld statt. Eingeladen waren die Träger öffentlicher Belange, anerkannte Ver­einigungen sowie die interessierte Öffentlichkeit. Auf den Antrags­konferenzen wurden Informa­tionen zur Umwelt- und Raum­verträg­lichkeit des im Antrag vor­geschlage­nen Trassen­korridors und zu möglichen Alternativen gesammelt und erörtert. Ziel ist es, zu bestimmen, welche Unterlagen der Vorhaben­träger der Bundesnetz­agentur für die raum­ordnerische Beurteilung und für die Strategische Umwelt­prüfung nach § 8 Netz­ausbau­beschleunigungs­gesetz (NABEG) vorlegen muss.

Darüber hinaus konnten zum Abschnitt C bis zum 16. Juni 2017 auch schriftliche Stellungnahmen bei der Bundes­netzagentur eingereicht werden.

Akteur: Bundesnetzagentur Festlegung des Untersuchungsrahmens (§ 7 NABEG)

Die Bundesnetzagentur hat den Untersuchungsrahmen in zwei Teilen festgelegt. Der erste Teil bezieht sich aus­schließ­lich auf die Prüfung eines räumlichen Alternativ­vorschlags, den der Freistaat Thüringen in den Antrags­konferenzen am 9. Mai 2017 in Ilmenau und am 30. Mai 2017 in Gotha unterbreitet hat. Der zweite Teil bestimmt den Inhalt der einzureichenden Unterlagen nach § 8 NABEG.

Thüringer Vorschlag

In Anlehnung an die Ausführungen unter Ziffer 3.1 des Positionspapiers für die Unterlagen nach § 8 NABEG hat die Bundesnetzagentur den Vorhaben­trägern am 3. August 2017 eine Grobprüfung des Thüringer Vorschlags auf­gegeben. Die Vorhaben­träger haben ein entsprechendes Gutachten erstellen lassen und dieses am 6. Dezember 2017 eingereicht. Die Bundes­netzagentur kommt nach sorgfältiger Prüfung zu dem Ergebnis, dass der Alternativ­vorschlag des Freistaates Thüringen nicht ernsthaft in Betracht kommt, da er eine deutlich höhere Anzahl an Konfliktstellen aufweist. Daher wird er im weitergehenden Verfahren nicht berücksichtigt.

Weitere Alternativen

Bei den Antragskonferenzen wurden weitere alternative Trassen­korridore vorgeschlagen. Die Bundesnetzagentur hat den Vorhabenträgern auf­gegeben, die in den Untersuchungs­rahmen genann­ten Alternativen fachlich zu prüfen. Im Ergebnis kommen die Alternative Nummer 1 sowie ein Teil einer in den Abschnitten D geprüften Alternative ernsthaft in Betracht. Sie sollen in das weitere Bundes­fachplanungs­verfahren aufgenommen werden.

Am 8. November 2017 legte die Bundesnetzagentur den zweiten Teil des Unter­suchungsrahmens fest. Dieser bestimmt den Inhalt der Unter­lagen, die die Vor­haben­träger nach § 8 NABEG einzureichen haben. Die Vorlage der Unter­lagen war ur­sprünglich im zweiten Quartal 2018 geplant; mittlerweile erwartet die Bundesnetzagentur die Unterlagen im ersten Quartal 2019.

Anpassungen

Die Vorhabenträger haben bei vertiefenden Prüfungen festgestellt, dass sie manche der Trassenkorridore, die sie für die ergänzenden Unterlagen nach § 8 NABEG untersuchen sollen, in geringem Umfang modifizieren müssen. Diese Anpassungen haben die Vorhabenträger der Bundesnetzagentur angezeigt.

Weiterer Ablauf

Die Vorhabenträger führen nun die erforderlichen Unter­suchungen durch und stellen ent­sprechende Unter­lagen nach § 8 NABEG zusammen. Auf Basis dieser Unter­lagen wird die Bundesnetzagentur die Träger öffent­licher Belange zur Stellung­nahme auf­fordern. Die Unterlagen werden außer­dem ausgelegt sowie an dieser Stelle veröffentlicht werden, damit sich auch die Öffent­lich­keit schriftlich zu den Trassen­korridoren äußern kann.

Stand: c