BBPlG, Vorhaben 5: Wolmirstedt – Isar (SuedOstLink)
Abschnitt D: Raum Schwandorf – Isar

Der Abschnitt ist Teil des Vorhabens 5 und reicht vom Raum Schwandorf bis zum jetzigen Kernkraftwerk Isar. Er liegt vollständig in der Regelzone des Über­tragungs­netzbetreibers TenneT, der die Bundes­fachplanung jedoch (wie bei den anderen Abschnitten auch) gemein­sam mit 50Hertz beantragt hat.

Steckbrief

zuständige Vorhabenträger:50Hertz, TenneT
Land:Bayern (BY)
verfahrens­führende Behörde:Bundesnetzagentur
Technik:Gleichstrom (2 GW)
Spannung:320 oder 525 kV
Typ:Neubau in neuer Trasse
gesetzliche Grundlage:BBPlG
Trassen­länge des Abschnitts:etwa 122 km (VTK)
Inbetrieb­nahme des Abschnitts:geplant für 2025

möglicher Trassenverlauf des Abschnitts Raum Schwandorf – Isar des BBPlG-Vorhabens 5; eine detaillierte Darstellung finden Sie in den Antragsunterlagen

Streckenverlauf

Der von TenneT und 50Hertz vorgeschlagene Trassen­korridor beginnt westlich von Pfreimd. Er verläuft in südlicher Richtung, quert die A 6, passiert zunächst Schmid­gaden im Osten, anschließend Markt Schwarzen­feld im Westen und umgeht schließ­lich Schwandorf im Westen. Südlich von Schwandorf schwenkt der Trassen­korridor nach Osten, quert zunächst die Naab und die A 93 und folgt anschließend der 380-kV-Leitung Plattling – Schwandorf für rund 30 km. Nordwestlich von Nittenau knickt er dabei nach Süden ab und erreicht westlich von Brennberg den Donauhang. Er erreicht westlich von Wiesent das Donautal, quert zunächst die A 3 und die Donau bei Pfatter, um anschließend weitgehend gerad­linig nach Süden auf den Netzverknüpfungspunkt Isar hin zu streben. Dabei verläuft er westlich von Laberweinting und Bayerbach bei Ergoldsbach und erreicht zwischen Mettenbach und Grießenbach das Isartal. Schließlich strebt er entlang der Kreisstraße LA 22 geradlinig auf den Netzverknüpfungspunkt Isar zu.

Darüber hinaus sind Alternativen zum vorgeschlagenen Trassenkorridor betrachtet worden. Eine davon folgt ab dem Abschnittsbeginn bis westlich von Markt Schwarzen­feld dem Verlauf der 380-kV-Leitung Redwitz – Schwan­dorf (Ostbayern­ring). Dieser Ver­lauf liegt östlich von Schmidgaden. Eine großräumige Alternative orientiert sich ab Höhe Nabburg zunächst an der nach Westen schwenkenden A 6 und folgt dieser bis zur Anschlusstelle Amberg Ost. Dort schwenkt der Trassen­korridor nach Süden und verläuft östlich von Markt Rieden und Markt Schmid­mühlen bis westlich von Burglengenfeld, im Weiteren in südöstlicher Richtung an Markt Kallmünz und Steinsberg vorbei bis südlich von Markt Regenstauf, wo nach der Querung der A 93 der Fluss Regen in zwei klein­räumigen Alternativen – nördlich oder südlich von Laub und Regendorf – gequert wird. Bei Wenzenbach knickt der alternative Trassenkorridorverlauf nach Süden ab und quert den Wald nördlich von Donaustauf, um westlich von Sulzbach die Donau zu queren. Im weiteren Verlauf nach Süden quert der Trassenkorridor bei der Anschluss­stelle Rosenhof die A 93. Anschließend verläuft er östlich von Mintraching, um bei Hellkofen auf den vor­ge­schlagenen Trassenkorridor zu treffen. Zwischen dem von den Vorhabenträgern vorgeschlagenen östlichen Verlauf und der großräumigen westlichen Alternative gibt es darüber hinaus mehrere Querspangen, die eine Kombination der Verläufe ermöglichen. So gibt es nord­westlich von Schwandorf eine bis östlich von Markt Rieden verlaufende Querspange. Eine zweite Querspange verläuft ab Höhe Klardorf nach Südwesten nördlich der Naab und nördlich von Burglengenfeld bis zur groß­räumigen Alternative nordöstlich von Markt Kallmünz. Im Dreieck Wenzenbach / Bernhards­wald – Altenthann – Hauzendorf befinden sich sowohl eine Querspange Hauzendorf – Wenzenbach vom vorgeschlagenen Trassen­korridor in Richtung der großräumigen Alternative als auch eine Querspange Wenzenbach – Altenthann nach Osten der großräumigen Alternative in Richtung des vorgeschlagenen Trassen­korridors. Zwischen Wenzen­bach und Bernhardswald wurde zudem noch eine klein­räumige Alternative untersucht. Im Bereich der Donau­querung gibt es zum vor­geschlagenen Verlauf eine klein­räumige Alternative. Hier wurde eine Querungs­möglich­keit der Donau untersucht, die ab Wiesent der A 93 und einer weiteren erdgebundenen Leitung nach Westen folgt, um dann der Donauschleife folgend bis Pfatter nach Süden und Osten zu schwenken. Ab dem Donauhang bei Brennberg wurde zudem eine Alternative untersucht, die weiter nach Südosten strebt, um in Bündelung mit der 380-kV-Leitung Plattling – Schwandorf das Donautal bei Hof­dorf zu erreichen und die Donau bei Oberzeitldorn zu queren. Anschließend schwenkt dieser Verlauf wieder nach Südwesten, um zwischen Schönach und Rain und südlich von Sünching zu verlaufen und bei Wallkofen wieder auf den vor­geschlagenen Verlauf zu treffen. Südlich der Donau wurde zwischen den Trassen­korridoren, die die mittlere (bei Pfatter) und die östliche Donauquerung (bei Oberzeitldorn) beinhalten, eine weitere Querspange von dem vorgeschlagenen Trassen­korrdor in Richtung der östlichen Alternative untersucht. Diese verläuft südlich von Pfatter nach Osten und trifft nördlich von Rain auf die besagte Alternative. Ab Wall­kofen gibt es zwei großräumige Alternativen zum vorge­schlagenen Trassenkorridor. Die westliche Alternative verläuft zunächst bis südlich von Markt Schierling nach Westen, um dann bis Markt Essenbach mit der B 15 neu zu bündeln. Ab Markt Essenbach hat diese Alternative zwei Varianten, eine nörd­liche, die bei Mettenbach auf den vorgeschlagenen Trassenkorridor trifft, und eine südliche, die zwischen Markt Essenbach und Unter­watten­bach verläuft und bei Unterahrain die A 92 quert, bevor sie den Netzverknüpfungspunkt erreicht. Die ab Wallkofen verlaufende, östliche Alternative zum vorgeschlagenen Trassenkorridor quert die Kleine Laber östlich von Laberweinting und verläuft ansonsten parallel zum vorgeschlagenen Trassenkorridor, jedoch östlich von Bayerbach bei Ergolds­bach bis Postau, um schließlich südlich an Grießenbach vorbei bei Mettenbach den vorgeschlagenen Trassenkorridor zu erreichen. Eine kleinräumige Alternative zweigt zudem auf Höhe Bayerbach bei Ergolds­bach vom vorgeschlagenen Trassenkorridor in Richtung Westen ab, schwenkt bei Paindlkofen nach Süden und erreicht den vorge­schlagenen Trassenkorridor bei Mettenbach. Darüber hinaus gibt es zwei kurze Querspangen, die den vor­geschlagenen Trassenkorridor mit einer beschriebenen Alternative verbinden (zwischen Moosthann und Postau sowie zwischen Metten­bach und der A 92 nördlich von Oberahrain).

Stand: 19. Juni 2019