BBPlG, Vorhaben 20: Grafenrheinfeld – Kupferzell – Großgartach
Abschnitt 3: Kupferzell – Großgartach

Die Bundesnetzagentur hat die Bundesfachplanung abgeschlossen und einen Trassenkorridor festgelegt.

Verlauf der Bundesfachplanung

Akteur: Vorhabenträger Antrag auf Bundesfachplanung (§ 6 NABEG)

Der Vorhabenträger TransnetBW hat am 23. Dezember 2016 bei der Bundesnetz­agentur einen Antrag auf Bundesfachplanung eingereicht. Er schlägt darin einen Trassenkorridor vor, durch den die spätere Trasse ver­laufen könnte, sowie mehrere in Frage kommende Alternativen. Der genaue Trassenverlauf und die Mast­standorte werden in einem späteren Verfahrensschritt (Planfeststellung) bestimmt.

Akteur: Öffentlichkeit Antragskonferenz (§ 7 NABEG)

Die Antragskonferenz für den Abschnitt Kupferzell – Großgartach fand am 22. März 2017 in Weinsberg statt. Eingeladen waren die Träger öffentlicher Belange, an­erkannte Vereinigungen sowie die interessierte Öffent­lichkeit. Auf der Antragskonferenz wurden Informationen zur Umwelt- und Raumverträglichkeit des im Antrag vorgeschlagenen Trassenkorridors und zu möglichen Alternativen ge­sammelt und erörtert. Ziel war es, zu bestimmen, welche Unterlagen der Vorhaben­träger der Bundesnetzagentur für die raumordnerische Beurteilung und für die Strategische Umweltprüfung nach § 8 Netz­ausbau­beschleunigungs­gesetz (NABEG) vorzulegen hat.

Akteur: Bundesnetzagentur Festlegung des Untersuchungsrahmens (§ 7 NABEG)

Mit Hilfe der Erkenntnisse aus der Antrags­konferenz und den ein­gegangenen schriftlichen Stellung­nahmen hat die Bundes­netzagentur am 11. Mai 2017 den Unter­suchungs­rahmen festgelegt. Dieser bestimmt den Inhalt der Unter­lagen, die der Vor­habenträger nach § 8 NABEG ein­zu­reichen hat, sowie die zu untersuchenden ernsthaft in Betracht kommenden Trassenkorridor­verläufe. Gegen­über dem Antrag wurden nicht alle Segmente zur weiteren Untersuchung aufgegeben, die Bündelung mit der Autobahn 6 war beispiels­weise nicht mehr zu betrachten.

Akteur: Vorhabenträger Unterlagen (§ 8 NABEG)

Am 28. März 2019 hat der Vorhabenträger die Unter­lagen nach § 8 NABEG für den Abschnitt ein­gereicht.

Akteur: Öffentlichkeit Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung (§ 9 NABEG)

Die Unterlagen nach § 8 NABEG lagen vom 10. Mai bis zum 11. Juni 2019 öffentlich aus. Im Anschluss hatte die Öffentlichkeit noch bis zum 11. Juli 2019 die Möglichkeit, sich zu dem Vorhaben zu äußern und Ein­wendungen zu erheben.

Akteur: Einwender/Stellungnehmer Erörterungstermin (§ 10 NABEG)

Nach § 10 NABEG erörtert die Bundes­netzagentur mündlich die rechtzeitig erho­be­nen Einwendungen mit dem Vor­haben­träger und den Stellung­nehmern. Der nicht-öffentliche Erörterungstermin war am 24. und 25. September 2019 in Heilbronn.

Synopse

Zur Vorbereitung des Erörterungstermins wurden in einer Synopse die Argumente der eingegangenen Ein­wendun­gen und Stellungnahmen zusammen­gestellt und durch den Vorhabenträger TransnetBW erwidert. Die Datei ist pass­wort­geschützt; das Pass­wort finden Sie auf Ihrer Einladung.

Akteur: Bundesnetzagentur Entscheidung über den Trassenkorridor (§ 12 NABEG)

Die Bundesnetzagentur hat mit der Entscheidung vom 20. Dezember 2019 einen Trassen­korridor für den Abschnitt festgelegt. Der 48 km lange Korridor orientiert sich im Wesentlichen an einer bestehenden 380-kV-Leitung zwischen Großgartach und Kupferzell.

Auslegung

Zusätzlich zur Veröffentlichung im Internet liegen die Unterlagen vom 13. Januar bis zum 24. Februar 2020 an folgenden Orten öffentlich aus.

Standorte der Bundesnetzagentur

  • Tulpenfeld 4, 53113 Bonn
  • Einkornstraße 109, 74523 Schwäbisch Hall

    (jeweils Mo-Mi 8-16 Uhr, Do 8-17:30 Uhr, Fr 8-13 Uhr)

Landratsamt Heilbronn

  • Lerchenstraße 40, 74072 Heilbronn, Raum U25

    (Mo-Fr 8-12 Uhr, Mi 13:30-18 Uhr)

Landratsamt Hohenlohekreis

  • Allee 17, 74653 Künzelsau, Raum 12 im EG, Umwelt- und Baurechtsamt Gebäude D (barrierefreier Zugang)

    (Mo-Fr 8:30-12 Uhr, Do 14-17:30 Uhr)

Weiterer Ablauf

Die Bundes­netzagentur wird als nächstes in einem Plan­feststellungs­verfahren den genauen Verlauf der Trasse bestimmen. Der festgelegte Trassenkorridor ist dabei verbindlich.

Stand: 10. Januar 2020