BBPlG, Vorhaben 25: Punkt Wullenstetten – Punkt Niederwangen

Das Vorhaben 25 sieht eine Spannungserhöhung von 220 auf 380 kV in einer be­stehenden Trasse vor. Dazu sollen auf einer Länge von 13 Kilometern neue Leiter­seile zu den bereits bestehenden hinzukommen (Zubeseilung). Auf weiteren etwa 75 Kilometern werden die derzeitigen Leiterseile ausgetauscht (Umbeseilung).

Steckbrief

Vorhaben­träger:Amprion
Länder:Bayern (BY), Baden-Württemberg (BW)
verfahrens­führende Behörde:Bundesnetzagentur
Technik:Wechselstrom
Spannung:380 kV
Typ:Zubeseilung, Umbeseilung
gesetzliche Grundlage:BBPlG
Kenn­zeich­nungen:länderübergreifend
Trassen­länge:etwa 88 km
Gesamt­inbetrieb­nahme:geplant für 2020

Trassenverlauf der Leitung Wullenstetten – Niederwangen (BBPlG-Vorhaben 25); eine detaillierte Darstellung finden Sie in den Antragsunterlagen

Streckenverlauf

Vom Punkt Wullenstetten in der Gemeinde Senden (Kreis Neu-Ulm, Bayern) bis zur Schaltanlage Dellmensingen in der Stadt Erbach (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württem­berg) soll eine Zubeseilung auf einem freien Gestängeplatz einer bestehenden Leitung erfolgen. Im restlichen Ver­lauf, von Dellmensingen bis zum Punkt Niederwangen in der Gemeinde Wangen im Allgäu (Kreis Ravensburg, Baden-Württemberg), soll ein Stromkreis umbeseilt werden. Bei Ringschnait soll dabei geringfügig von der bestehenden Trasse abgewichen werden.

Hintergrund

Ziel des Projekts ist im ersten Schritt der Ausbau der Übertragungs­kapazität zwischen Wullenstetten und Niederwangen. An beiden Punkten schließen bereits jetzt ausreichend dimensionierte 380-kV-Leitungen an. Im zweiten Schritt soll in Kombination mit dem Vorhaben 40 (Neuravensburg – Bundesgrenze) die Über­tragungs­kapazität nach Österreich erhöht werden. Außerdem wird die Versorgungs­sicherheit in Notfällen durch einen Ring­schluss mit der Umspannanlage in Vöhringen verbessert.

Gesetzliche Grundlage für die Höchstspannungsleitung Wullenstetten – Nieder­wangen ist das Bundesbedarfs­plangesetz (BBPlG) vom 31. Dezember 2015, welches auf dem bestätigten Netz­entwicklungs­plan Strom 2024 beruht. Im Bundesbedarfsplan ist das Vorhaben als Nummer 25 aufgelistet, im Netz­entwicklungs­plan der Übertragungsnetz­betreiber als Projekt 52 beziehungs­weise Maßnahme 95. Das Vorhaben war bereits in der alten Fassung des BBPlG enthalten.

Stand: 23. November 2018