BBPlG, Vorhaben 33: Schleswig-Holstein – Südnorwegen (NordLink)

Das Vorhaben 33 dient der Errichtung einer direkten Verbindung zwischen Deutschland und Norwegen. Das Vorhaben soll als Gleich­strom­verbindung mit einer Übertragungskapazität in Höhe von bis zu 1.400 Mega­watt zwischen Schleswig-Holstein und Südnorwegen aus­geführt werden.

Steckbrief

Vorhaben­träger:TenneT
Länder:Schleswig-Holstein (SH), ausschließliche Wirtschafts­zone (AWZ)
verfahrens­führende Behörden:Amt für Planfeststellung Energie,
Bundesamt für See­schiff­fahrt und Hydrographie
Technik:Gleichstrom (1,4 GW)
Spannung:380 kV
Typ:Neubau in neuer Trasse
gesetzliche Grundlage:BBPlG
Kenn­zeich­nungen:HGÜ-Pilotprojekt
Vorhaben von gemein­samem Interesse (PCI)
Trassen­länge:etwa 208 km
Gesamt­inbetrieb­nahme:geplant für 2020

Trassenverlauf der Leitung Schleswig-Holstein – Südnorwegen (BBPlG-Vorhaben 33)

Hintergrund

Der Interkonnektor schafft eine Verbindung zu Speicher­kapazitäten im Ausland und kann dadurch in vielen Stunden des Jahres Engpässen im deutschen Über­tragungs­netz von Nord- nach Süddeutschland entgegen­wirken. Zusätzlich kann durch die technische Ausführung als HGÜ der Stromfluss in Richtung Deutschland gesteuert werden, sollte es in Deutschland zu einer kritischen Netzsituation aufgrund einer geringen (nationalen) Einspeisung kommen. Diese Maßnahme führt damit auch zu einer weiteren Förderung des europäischen Binnenmarkts, in dem Marktgebiete stärker beziehungs­weise unmittelbar verbunden werden und entsprechende Handels­flüsse realisiert werden können.

Gesetzliche Grundlage für die Höchstspannungsleitung NordLink ist das Bundes­bedarfs­plangesetz (BBPlG) vom 31. Dezember 2015, welches auf dem bestätigten Netz­entwicklungs­plan Strom 2024 beruht. Im Bundes­bedarfs­plan ist das Vor­haben als Nummer 33 aufgelistet, im Netz­entwicklungs­plan der Übertragungs­netz­betreiber als Projekt 68 beziehungs­weise Maßnahme 108. Das Vor­haben war bereits in der alten Fassung des BBPlG enthalten.

Stand: 31. März 2018