BBPlG, Vorhaben 42: Kreis Segeberg – Lübeck – Siems – Göhl

Das Vorhaben 42 verläuft entlang der schleswig-holsteinischen Ostsee­küste und wird daher auch als Ostküstenleitung bezeichnet. Es besteht aus drei Maß­nahmen. Die erste umfasst den Neubau einer 380-kV-Freileitung zwischen dem Raum Göhl und dem Raum Lübeck, die zweite eine Netzverstärkung zwischen Siems und dem Raum Lübeck. Die dritte Maßnahme ist eine Netzverstärkung zwischen dem Raum Lübeck und dem Kreis Segeberg. Es handelt sich dabei um eine der Pilot­strecken, die der Erprobung von Erdkabeln beim Betrieb von Höchst­spannungs­leitungen mit Wechselstrom (220-380 kV) dienen sollen.

Steckbrief

Vorhaben­träger:TenneT
Land:Schleswig-Holstein (SH)
verfahrens­führende Behörde:Amt für Planfeststellung Energie
Technik:Wechselstrom
Spannung:380 kV
Typ:Neubau in neuer Trasse, Neubau in bestehender Trasse
gesetzliche Grundlage:BBPlG
Kenn­zeich­nungen:Erdkabel-Pilotprojekt
Trassen­länge:132 km
Gesamt­inbetrieb­nahme:geplant für 2022

Luftlinie zwischen den Netzverknüpfungspunkten Kreis Segeberg, Lübeck, Siems und Göhl (BBPlG-Vorhaben 42)

Streckenverlauf

Das Vorhaben gliedert sich in insgesamt drei Einzel­maßnahmen:

  • Maßnahme Kreis Segeberg – Hansestadt Lübeck (M 50)
  • Maßnahme Hansestadt Lübeck – Siems (M 49)
  • Maßnahme Hansestadt Lübeck – Raum Göhl (M 351)

Hintergrund

Das Vorhaben erhöht die Übertragungskapazität inner­halb Schleswig-Holsteins und in Richtung Süden. Dies ist notwendig für den Transport der Onshore-Windenergie aus der Region.

Gesetzliche Grundlage für die Höchstspannungsleitung Kreis Segeberg – Göhl ist das Bundesbedarfs­plangesetz (BBPlG) vom 31. Dezember 2015, welches auf dem bestätigten Netz­entwicklungs­plan Strom 2024 beruht. Im Bundesbedarfsplan ist das Vorhaben als Nummer 42 aufgelistet, im Netzentwicklungsplan der Über­tragungs­netzbetreiber als Projekt 72.

Stand: 31. März 2018