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Leitungsvorhaben

Die Bundesnetzagentur informiert über die aktuellen Planungs- und Baufortschritte von Leitungsvorhaben im Übertragungsnetz. Dazu gehören die Vorhaben aus dem Bundes­bedarfs­plangesetz (BBPlG) und dem Energie­leitungs­ausbau­gesetz (EnLAG) sowie Anbindungs­leitungen von Offshore-Windparks, nicht jedoch Leitungsprojekte im Verteilernetz (in der Regel 110 Kilovolt). Gesondert aufgelistet sind zudem Optimierungs- und Verstärkungs­maßnahmen.

Um die Vorhaben-Steckbriefe aufzurufen, können Sie die Drop-down-Menüs, die Kartenansicht oder die Über­sichts­listen im unteren Seitenbereich nutzen.

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Vorhaben aus dem Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG)

Das Bundesbedarfsplangesetz stellt für aktuell 43 Vorhaben die energie­wirtschaftliche Notwendigkeit und den vordringlichen Bedarf zur Gewährleistung eines sicheren und zuverlässigen Netzbetriebes fest. Vier weitere Vorhaben, die in der ersten Fassung des BBPlG noch enthalten waren, wurden in der Zwischenzeit aufgehoben.

Acht der 43 Vorhaben sind als Pilotprojekte für verlust­arme Übertragung über große Entfernungen (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) gekenn­zeichnet. Fünf Gleichstrom-Vorhaben sind für die vorrangige Umsetzung mit Erdkabeln und fünf Wechselstrom-Vorhaben für die Umsetzung mit Erdkabeln auf Teilabschnitten gekennzeichnet. Darüber hinaus ist ein Vorhaben als Pilotprojekt für Hoch­temperatur­leiterseile gekennzeichnet und zwei werden als Seekabel ausgeführt.

16 Vorhaben sind als länderübergreifend oder grenz­überschreitend gekenn­zeichnet, bei ihnen führt die Bundesnetzagentur die Verfahren durch. Diese Vorhaben kommen auf eine Gesamtlänge von etwa 3.531 km. Die Summe hängt allerdings stark vom Verlauf der Nord-Süd-Korridore ab und wird sich erst im weiteren Verfahrens­verlauf konkretisieren. Der Großteil der übrigen Vorhaben (etwa 2.207 km) liegt wie beim EnLAG in der Zuständig­keit der Länder. Hinzu kommen noch 98 km, die vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigt wurden.

Stand nach dem zweiten Quartal 2020

Fortschritt der Vorhaben nach dem BBPlG (km)

Die Gesamtlänge der BBPlG-Vorhaben liegt aktuell bei etwa 5.836 km, die sich wie folgt aufteilen (inklusive Veränderung zum ersten Quartal):

  • etwa 753 km vor dem Genehmigungsverfahren (-10 km)
  • etwa 1.688 km im Raumordnungs- oder Bundes­fachplanungs­verfahren (+10 km)
  • etwa 2.630 km vor dem oder im Planfeststellungs- oder Anzeigeverfahren (-51 km)
  • 284 km genehmigt und vor dem oder im Bau (-7 km)
  • 481 km fertiggestellt (+54 km)

Vorhabenübersicht (Bundesbedarfsplangesetz)

Vorhaben aus dem Energieleitungsausbaugesetz

Das Gesetz zum Ausbau von Energieleitungen (EnLAG) listete ursprünglich 24 Ausbauprojekte auf und stufte sie als notwendig für die künftige Energie­versorgung in Deutschland ein. Nach Prüfungen im Rahmen der Erstellung der Netzentwicklungspläne 2022 und 2024 wurden die Vorhaben 22 und 24 aus dem EnLAG gestrichen.

Sechs der 22 Vorhaben sind als Erdkabel-Pilotprojekte gekennzeichnet. Bei diesen Vorhaben besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit zur Teil­erdverkabelung.

Die Durchführung der Raumordnungs- und Plan­feststellungs­verfahren liegt in der Verantwortung der betroffenen Bundesländer.

Stand nach dem zweiten Quartal 2020

Fortschritt der Vorhaben nach dem EnLAG (km)

Die Gesamtlänge der EnLAG-Vorhaben liegt aktuell bei etwa 1.825 km, die sich wie folgt aufteilen (inklusive Veränderung zum ersten Quartal):

  • etwa 8 km im Raumordnungsverfahren (-21 km)
  • etwa 420 km vor dem oder im Planfeststellungs­verfahren (+21 km)
  • 444 km genehmigt und vor dem oder im Bau (-40 km)
  • 953 km fertiggestellt (+40 km)

Ausbau der Offshore-Anbindungen

Zusätzlich zu den Vorhaben des BBPlG und des EnLAG werden auch die Anbindungs­leitungen in der Nord- und Ostsee ausgebaut. Diese verbinden die Offshore-Wind­parks mit dem Übertragungsnetz auf dem Festland. Der Bedarf an Offshore-Anbindungs­leitungen wird im Netz­entwicklungs­plan (NEP) bestimmt, wobei die Vorgaben des Flächenentwicklungsplans (FEP) zugrunde gelegt werden. (In der Vergangenheit wurde der Ausbaubedarf stattdessen im Offshore-Netz­entwicklungs­plan (O-NEP) festgelegt.)

Die nachfolgend dargestellten Anbindungsleitungen basieren grundsätzlich auf der aktuellen Bestätigung des NEP 2019-2030. Zum 28. Juni 2019 wurde der erste FEP aufgestellt. Dieser legt unter anderem auch die In­betrieb­nahme­jahre der Offshore-Anbindungsleitungen fest, welche für eine Erschließung der ebenfalls im FEP fest­gelegten Flächen für Aus­schreibungen von Offshore-Windenergie erforder­lich sind. Der FEP orientiert sich dabei am Gesetz zur Entwicklung und Förderung der Windenergie auf See (WindSeeG), welches eine in­stallier­te Leistung von Off­shore-Windparks bis zum Jahr 2030 von 15 GW vorsieht. Informatorisch enthält der FEP jedoch auch eine Darstellung, welche eine installierte Leistung von 20 GW offshore bis zum Jahr 2030 vorsieht und somit die aktuellen politischen Diskus­sionen ab­bildet. Auf dieser Basis wurden daraufhin im NEP 2019-2030 erstmalig die entsprechend erforder­lichen Offshore-Anbindungen einschließlich der land­seitigen Netzverknüpfungs­punkte bestätigt. Alle Anbindungsleitungen, welche dabei über die erwähnten 15 GW aus dem WindSeeG hinausgehen, stehen unter dem Vorbehalt einer Fortschreibung und Festlegung dieser potenziellen Flächen in der Fort­schreibung des FEP. Das betrifft die beiden Anbindungssysteme NOR-10-1 und NOR-12-1.

Bei den Anbindungsleitungen wird zwischen Start- und Zubaunetz unterschieden. Das Zubaunetz umfasst alle Netzanbindungen, die im NEP 2019-2030 bestätigt wurden. Das Startnetz umfasst dagegen Anbindungs­systeme, die bereits in Betrieb genommen oder beauf­tragt sind oder die einen bezuschlagten Windpark er­schließen.

Stand nach dem zweiten Quartal 2020

  • Das Startnetz umfasst in der Nordsee rund 9,8 GW und in der Ostsee rund 1,9 GW.
  • Das Zubaunetz umfasst sechs Netz­anbindungen für Offshore-Winderzeugung in der Nord­see und zwei Netz­anbindungen in der Ostsee.

Vorhabenübersicht (Offshore-Anbindungen)

Netzoptimierungs- und verstärkungs­maßnahmen

Netzoptimierende Maßnahmen sollen die Auslastung des Übertragungsnetzes erhöhen. Sie umfassen zum einen lastflusssteuernde Maßnahmen, bei denen durch den Einbau spezieller Netz­betriebsmittel der Lastfluss aktiv gesteuert werden kann. So können überlastete Netz­elemente gezielt entlastet werden, ohne die Über­tragungs­fähigkeit des Netzes insgesamt zu erhöhen.

Zum anderen wurden mit dem Netzentwicklungs­plan 2019-2030 erstmals sogenannte Netzbooster-Pilotanlagen bestätigt. Hierbei handelt es sich um ein innovatives Konzept zur höheren Auslastung des Über­tragungs­netzes. Durch eine reaktive Netzbetriebs­führung sollen Netzausbaumaßnahmen und Kosten für Redispatch­maßnahmen eingespart werden. Langfristig sollen die Lasten und Ein­speisungen so platziert werden, dass ein großer Teil des Übertragungsnetzes durch die Anlagen entlastet und so das Übertragungsnetz dauerhaft näher an seiner eigent­lichen Belastungsgrenze (Dauer­betriebs­strom) betrieben werden könnte.

Beim Freileitungs­monitoring werden die Witterungs­bedingungen an der Leitung im Betrieb gemessen, wodurch die maximal zulässige Betriebstemperatur dynamisch angepasst werden kann.

Hinzu kommt als netzverstärkende Maßnahme der Einsatz von Hochtemperatur­leiterseilen, welche eine höhere Netzkapazität gewährleisten können.

Stand nach dem zweiten Quartal 2020

  • Derzeit sind zwölf lastflusssteuernde Maßnahmen geplant. Zwei weitere befinden sich bereits in Betrieb.
  • Weiterhin sind zwei Netzbooster-Pilotanlagen geplant.
  • Für zwei Vorhaben des EnLAG und zehn Vorhaben des BBPlG ist die Nutzung von Hoch­temperatur­leiterseilen geplant. Darüber hinaus sind Hoch­temperatur­leiterseile bei fünf weiteren bestätigten Maßnahmen des Netz­entwicklungs­plans 2019-2030 vorgesehen. Ein Stromkreisabschnitt ist bereits seit 2012 in Betrieb.

Video

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Der Film aus der ABC-Rei­he er­klärt, wor­um es beim Strom­netz­aus­bau-Mo­ni­to­ring der Bundes­netz­agentur geht.

Vorhaben von gemeinsamem Interesse (PCI)

Europaflagge vor der Bundesnetzagentur

Vor­ha­ben von ge­mein­sa­mem In­ter­es­se (PCI) sol­len zu ei­nem funk­tio­nie­ren­den Ener­gie­bin­nen­markt und zur Ver­sor­gungs­si­cher­heit in Eu­ro­pa bei­tra­gen. Die uni­ons­wei­te PCI-Lis­te ent­hält Pro­jek­te aus den Be­rei­chen Strom, Gas, Erd­öl, Smart-Grid und Koh­len­stoff­di­oxid.

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