Fläche

Der Bau und Betrieb von Hochspannungsleitungen ist mit einem hohen Flächen­verbrauch verbunden. Dies betrifft Freileitungen wie auch Erdkabel. Gerade im dicht­besiedelten Deutschland ist es wichtig, den Flächen­verbrauch beim Netz­ausbau so gering wie möglich zu halten.

landwirtschaftlich genutztes Feld mit Strommasten am Horizont. Foto: Bundesnetzagentur

Werden Flächen beansprucht, hat dies wiederum Aus­wirkungen auf andere Schutz­güter. Denn mehr Flächen­verbrauch bedeutet größere Eingriffe etwa in die Schutz­güter Tiere und Pflanzen, Landschaft und Boden. Auch aus diesem Grund hat ein geringer Flächen­verbrauch eine hohe Priorität beim Netzausbau.

Beim Bau und Betrieb von Hochspannungsleitungen wird das Schutzgut unter­schied­lich beansprucht. Während des Baus sind neben der Fläche für die Strom­leitung auch Bereiche für weitere Anlagen notwendig. Dazu zählen beispielsweise Nebengebäude und Zufahrtsstraßen für schwere Maschinen. Diese Flächen braucht man nur für die Bauphase, im Anschluss ist aber meist eine Renaturie­rung er­for­der­lich. Die Fläche für die eigentliche Leitung wird hingegen dauerhaft be­an­sprucht. Ebenso verhält es sich mit Anlagen wie beispielsweise Konvertern, die für den Be­trieb der Leitung erforderlich sind.

Um das Schutzgut weiterhin zu schonen, kann eine Bündelung mit anderer Infra­struktur in Frage kommen. Sensible Bereiche werden zudem umgangen.