Kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter

In Deutschland sind an vielen Stellen Zeugnisse unserer Geschichte und Kultur zu finden. Diese bestimmen teilweise seit Jahrhunderten unser Selbstbild und unser Geschichtsverständnis. Es gilt daher, sie auch für die künftigen Generationen zu erhalten und zu schützen, was unter anderem mit Denkmalschutzgesetzen geschieht.

Brücke über einem Fluss. Foto:  nutthabird6 ©123RF.com

Vor allem Bodendenkmäler wie Gräber oder ehemalige Festungen können vom Ausbau der Stromleitungen betroffen sein. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Erde ausgehoben wird, um Strommasten zu errichten oder ein Erdkabel zu verlegen. Oberirdische Bauwerke wie Freileitungen können zudem die Sicht auf Baudenkmäler beeinflussen.

Was versteht man unter kulturellem Erbe und sonstigen Sachgütern?

Kultur- und sonstige Sachgüter umfassen Zeugnisse menschlichen Handelns von ideeller, geistiger und materieller Natur, die für die Geschichte des Menschen bedeutsam sind oder waren. Sie werden in verschiedene Gruppen unterteilt. Das sind unter anderem:

  • Baudenkmäler und schutzwürdige Bauwerke (zum Beispiel Kirchen, Kapellen, Schlösser, Gutshöfe oder die historischen Fördertürme im Ruhrgebiet)
  • archäologische Fundstellen (zum Beispiel Hügelgräber, Landwehre oder frühzeitgeschichtliche Siedlungsflächen)
  • Stätten historischer Landnutzungsformen (zum Beispiel Streuobstwiesen, Torfstiche oder Weinbergterrassen)
  • kulturell bedeutsame Stadt- und Ortsbilder (zum Beispiel spezifische Ortsformen, Plätze, Altstädte, Silhouetten, Bauweisen oder Alleen)

Denkmäler können oberirdisch sichtbar sein wie etwa historische Gartenanlagen. Andererseits gibt es auch unterirdische Denkmäler. Diese Bodendenkmäler können ganze Ensembles bilden, wie zum Beispiel ehemalige Festungen, Siedlungen, Gräberfelder, Klöster oder Produktionsstätten.