Wasser

Wasser ist ein wertvolles Gut und Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Für zahlreiche Arten stellt Wasser auch den Lebensraum dar. Durch den Stromnetzausbau können Auswirkungen auf das Schutzgut entstehen, die je nach technischer Ausführung unterschiedlich stark ausfallen.

Seelandschaft. Foto: Bundesnetzagentur

Beim Bau von Freileitungen finden Eingriffe nur punktuell dort statt, wo ein Frei­leitungsmast errichtet wird. Für die Verlegung von Erdkabeln sind dagegen linien­hafte und deutlich umfangreichere Tiefbauarbeiten notwendig. Diese wirken sich in der Regel auch stärker auf das Schutzgut Wasser aus. So kann es beispielsweise bei einer Erdkabel-Verlegung nötig werden, für einen begrenzten Zeitraum in der Bau­stelle gegebenenfalls großräumig Wasser abzupumpen, wodurch es in der Folge zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels kommt.

Welche genauen Auswirkungen die einzelnen Netzausbau-Maßnahmen auf das Wasser haben können, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die an jedem Ort unter­schiedlich sein können. Die Bundesnetzagentur prüft dies in jedem konkreten Verfahren.

Was gehört zum Schutzgut Wasser?

Das Schutzgut Wasser umfasst sowohl das Grundwasser als auch die oberirdischen Gewässer, wie Seen und Flüsse. Wasser hat vielfältige Umweltfunktionen. Es stellt den Lebensraum für Pflanzen und Tiere dar, prägt Landschaften und regelt das Klima, zum Beispiel durch Kühlung und Reinigung der Luft. Zu den weiteren Funktionen, die für den Menschen von Bedeutung sind, gehört unter anderem:

  • Lebensgrundlage, zum Beispiel für die Nahrungsproduktion
  • Energiegewinnung und -speicherung, zum Beispiel in Wasserkraftwerken oder Pumpspeichern
  • Rohstoffgewinnung, zum Beispiel bei chemischen Prozessen in der Industrie
  • Transportmedium, zum Beispiel als Verkehrsweg für Schiffe oder zur Entsorgung von Abwasser